Herzlich Willkommen!
Kennen Sie den Witz vom Pfarrer, der die Fledermäuse aus seiner Kirche vertreibt, indem er sie konfirmiert? Kommt immer wieder gut an – ist aber nicht sehr toll. Nicht nur, weil Kirchdachböden wertvolle Rückzugsräume für Fledermäuse sind. Es entspricht auch nicht meiner Erfahrung, dass wir Jugendliche aus der Kirche »herauskonfirmieren«. Die meisten Konfirmierten gehen nach ihrer Konfirmation gerade so selten oder häufig zur Kirche wie vor ihrer Konfi-Zeit. Das knappe Jahr Konfirmandenunterricht ändert selten etwas an Gewohnheiten und familiären Rhythmen.
Allerdings haben sich die Konfirmierten auf Themen eingelassen, die auch Erwachsene herausfordern: Gerechtigkeit und unser oft unbarmherziger Umgang miteinander. Der notwendige Mut, als Christen in der modernen Welt kenntlich zu bleiben. Glauben angesichts von Leid und Sterbenmüssen. Die Konfirmierten haben Gottesdienst gefeiert und gestaltet. Sie sind Menschen begegnet, denen ihr Glaube wichtig ist und die selbstlos helfen. Und sie haben erlebt, dass die Kirche sich für sie engagiert, gerade auch in einem turbulenten Lebensabschnitt.
Konfirmierte wissen, dass es mit der Kirche einen Freiraum gibt – Sonntag für Sonntag und von Ort zu Ort – zu dem ich gehen kann, wenn mir danach ist. Mit Auszeit vom Alltag, Ermutigung und offenen Ohren. Sinnvollen Aufgaben und einer Gemeinschaft ohne Vorbedingungen. Raum zur Begegnung mit Christus und seinen Menschen. Raum, um Gott auf mich wirken zu lassen.
Jeder, der kommt, teilnimmt und sich einbringt – als Gast, bei Gelegenheit oder in verbindlicher Weise – stärkt diesen Freiraum. Und nimmt Stärkendes mit.
Die Anmeldung zum neuen Konfi-Jahrgang ist am Mittwoch, den 23. Mai, um 19.00 Uhr im Melanchthon-Saal.
Pfarrer Kornelius Gölz